2018 - Detox Employer Branding


Es ist Anfang Dezember – der perfekte Zeitpunkt, um sich als Recruitingchef_in darüber Gedanken zu machen, was das kommende Jahr bringen soll.

Was sind die möglichen Ziele, die 2018 ein erfolgreiches Jahr werden lassen? Es empfiehlt sich dabei, sich auf wenige und konkrete Themen zu konzentrieren, denn nur das, worauf wir unsere volle Aufmerksamkeit richten, kann wachsen.

Meine Themen für das kommende Jahr heißen:

  1. Employer Reputation

  2. Social Media wahrhaftig

  3. Wertschätzung & neue Technologien.

Kürzlich war ich eingeladen, einen Vortrag über die Entwicklung von Employer Branding zu halten. Vorab schaute ich mir die Definition dazu noch einmal an, und zwar diejenige, die gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen, Beiräten und Alumni des Bundesverbands für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting e. V. (Queb) entwickelt wurde:

„Employer Branding hat zum Ziel, in den Wahrnehmungen zu einem Arbeitgeber eine unterscheidbare, authentische, glaubwürdige, konsistente und attraktive Arbeitgebermarke auszubilden, die positiv auf die Unternehmensmarke einzahlt.“

Insbesondere die Kriterien glaubwürdig und konsistent fallen bei den nachfolgenden Überlegungen ins Gewicht. Ich muss daran denken, wie wir im Team zum Ende eines Jahres einen Plan für das kommende erstellt, Ziele definiert und eine Roadmap entwickelt haben, um am Ende das Whiteboard mit auf vielen bunten Post-its vermerkten Maßnahmen vollzukleben. Soweit so gut, denn hierbei handelte es sich um Themen und Maßnahmen, die wir unmittelbar beeinflussen konnten. Die Glaubwürdigkeit und Konsistenz eines Unternehmens stellen jedoch eine besondere Herausforderung dar. Wenn man genau hinschaut, dann wird schnell klar, dass der Wirkungskreis bei der Umsetzung von Glaubwürdigkeit und Konsistenz einen völlig anderen Radius hat. Es ist die gesamte Organisation über alle Managementebenen hinweg gefragt.

Ein anschauliches Beispiel dazu: In Vorbereitung eines Kundengesprächs besuchte ich die Karrierewebseite des betreffenden Unternehmens in einer Branche, die traditionell von Männern dominiert wird. Dort fand ich zu meiner großen Überraschung fast ausschließlich Bilder und Stories von Frauen. Meine ersten Gedanken waren: Wow, toll, hier scheint Diversity ein wichtiges Thema zu sein – wie konsequent. In dem persönlichen Gespräch ging ich auf die Besonderheit dieser sehr konkreten Ansprache ein und erfuhr dann, dass etwa im Hinblick auf eine flexible Arbeitszeitgestaltung eine Teilzeittätigkeit möglich sei, eine Home-Office-Regelung aber nicht mehr. Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich jedoch, dass Teilzeitlösungen für eine berufstätige Mutter nicht ausreichend sind. Es bedarf viel mehr Flexibilität in der Ausgestaltung der eigenen Arbeitszeit, um das Potenzial einer gut qualifizierten Kraft wirklich zu nutzen.

Daher möchte ich Ihnen empfehlen, bevor Sie mit einer Kampagne starten, prüfen Sie nach, ob die Struktur Ihrer Organisation den Bedürfnissen der von Ihnen adressierten Zielgruppe entspricht. Sollte dies nicht der Fall sein, passen Sie entweder die Kommunikation oder die Struktur Ihrer Organisation an. Eine Perspektive von außen kann dabei sehr hilfreich sein, um mögliche Enttäuschungen auf Seiten der Bewerber_innen zu vermeiden. Denn diese haben definitiv Auswirkung auf Ihren Ruf als Arbeitgeber.

Fortsetzung folgt.

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